Friaul

Im äußersten Nordosten Italiens, oberhalb Julisch Venetien, liegt die kleine Region Friaul. Eingebettet den Karnischen und die Julischen Alpen, ist Friaul eine Region die zur alpinen Welt gehört. Seine Ureinwohner waren keltische Stämme, die Karnier, die in dieser wunderbaren kleinen Welt zwischen Alpen und Meer lebten. Noch heute sind viele keltische Bräuche in der Bewölkerung lebendig geblieben, wie zum Beispiel das Anzünden von Feuern währen der Wintersonnenwende oder das Werfen von brennenden Holzrädern, und dann ist da noch das Fest des Krampus! Dieser Ritus, traditionell am Abend des 5. Dezember gefeiert, ist typisch für mehrere Alpenländer (Österreich, Schweiz, aber auch Deutschland, Ungarn und Tschechien). Der Name „Friuli“ ist römischen Ursprungs und leitet sich von der Stadt „Forum Julii“ , (heute Cividale del Friuli) von Caesar gegründet.

Fast die Hälfte Friauls besteht aus den Karnischen und den Julischen Alpen; zur ihren Füßen liegt die weite friulanische Ebene, die sanft zum Meer läuft. Die Hochebene, kiesig, ist ein riesiges Schwemmland, sehr wasserarm, mit der kargen Landschaft der Prärie mit die weißen Flussbetten; die Tiefebene wurde  zu Beginn des 20. Jh. weitgehend bebaut wurde. Hoch-und Tiefebene sind durch die Zone der „Risorgive“ voneinander getrennt, in der das unter dem kiesigen Boden der Hochebene versunkene Wasser hier, durch dem Lehmboden auftaucht, um in unzähligen kleinen Bächen frei in Richtung Meer zu fließen. So erreicht man die Küste, mit die Lagunen von Grado und Marano, wo die Adria in einem Labyrinth von unzähligen Kanälen und Inselchen von seltener und eindrucksvoller Schönheit auf das Flusswasser trifft und dies ist eine charakteristische Landschaft, die mit ihren typischen Fauna und ihrer eigenen Vegetation semi-aquatischen Biotypen bildet, insbesondere Sumpf-Habitat und Lagunen.

 

 

 

 

 

 

181 vor Ch. der römische Senat beschließt eine Garnison in der Nordosten der Halbinsel zu schicken um die Straße nach Süden für die Völker aus Mittel – und Nordeuropa zu blockieren und gleichzeitig den Boden für die anschließende römische Osterweiterung zu bereiten: 3.500 Soldaten und ihre Familien. Sie ließen sich in einem Castrum (befestigte Siedlung) nieder, das sie Aquileia nannten, benannt nach der nahe gelegene Hauptstadt der Karnier, Akilis. Dieser Castrum wurde immer größer und gewann an Bedeutung: Bis Mitte des 4. Jh. streiften die Flüsse Isonzo, Torre und Natisone den östlichen Seite der Stadt, wo die Römer die 48 Metern breite und über 400 Meter lange große Hafenbecken errichtet hatten, dass Aquileia zu einer florierende und wohlhabende Stadt machte, die  Städten wie Mediolanum (Mailand), Capua oder Pompeji gleich kam und zur Hauptstadt der 10. Region, Venetia et Istria wurde.  Als Konstantin die Verfolgung der Christen beendete, organisierte Bischof Theodor in Aquileia eines der Zentren der neuen Religion Richtung Mittel – und Osteuropa und begann mit dem Bau der prächtigen Basilika (die später, im 9. und 13. Jh. umgebaut wurde). Im 4.5. und 6. Jh. übte Aquileia, inzwischen endgültig christianisiert, eine Autorität aus, die nicht nur juristisch war: Die Autorität des mittelalterlichen Aquileia basiert nicht mehr auf eine effektive bürgerlichen,  kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Macht, sondern vom Mythos des alten Aquileia, die immer noch als „Die zweite Stadt nach Rom“ definiert ist!

Ohne Zweifel ist die Hauptattraktion die Patriarchalische Basilika, berühmt für ihre kostbaren Bodenmosaik, das größte der gesamten christlichen Welt, 1909 von österreichischen Archäologen entdeckt, und die kostbare Holkzdecke mit Intarsien, die im 16. Jh. von venezianischen Handwerker hergestellt wurde.   Eine suggestive Fußgänger Allee, „Via Sacra“ genannt, führt zum Flusshafen. Die Allee führt getreu dem Verlauf der alten Wasserstraße, die durch den Zusammenfluss von Den Natisone und der Torre gebildet wurde; heute sieht man die Westseite der 380 m langen  Hafenbecken. Wie Strabo (der Historiker dass zur Zeit Augustus lebte) schreibt, war dies das Dreh – und Angelpunkt eines sehr aktiven Handelsaustauschs, insbesondere zwischen den transalpinischen – und Mittelmeerländer. Noch sehr gut zu sehen sind die Lagerhallen und der erste Abschnitt der gepflasterten Straßen, die senkrecht zum Ufer laufen, so dass den Transport von den Docks zum Forum, wo die Waren dann verkauft wurden, möglich war.   Man kann in Aquileia noch eine Gruppe von römische Häuser, das Forum, die Nekropole, das Museo Archeologico, und das Museo Paleocristiano.                              .

 

 

 

 

 

 

 

(Mit freundlichArchivio PromoturismoFVG Photo.  Matteo Lavazza Seranto)

 

 

 

Die Lagune von Marano ist ein Gebiet von außergewöhnlicher landschaftlicher Schönheit, das eine Flora und Fauna von großem naturalistischem Wert beherbergt. Geschützt vor dem offenen Meer durch eine Reihe von kleinen Inseln, z. B. die von S. Andrea oder Martignano, letzere auch bekannt als „Die Insel der Muscheln, zeichnet sich durch die Einzigartigkeit der der Fischersiedlungen, die typischen „Casoni“ , Konstruktionen aus Schilf und Holz. In der Lagune gibt es zwei Naturschutzgebiete: „La Riserva delle Foci del Fiume Stella“, erreichbar nur durch den Seeweg und „La Riserva della Valle Canal Novo“.

 

(mit freundliche Genehmigung des Archiv PromoturismoFVG)

(Mit freundliche Genehmigung des Archivio Promoturismo FVG)

 

 

 

Wälder, die zu den größten in Europa gehören, und die zahlreichen Naturschutzgebiete mit ihren Gämsen, Steinböcken und Greifvögeln – die letzten europäischen Gänsegeier leben hier – Almen, kleine Seen in Hochlagen; in den hohe Lagen  Trekkingrouten von unterschiedlich Graden verbinden  charakteristische Heuschober und bezaubernden Berghütten, Dörfer die von grünen Weiden umgeben sind.  Klettern, Bergsteigen, Paragleiten, Drachenfliegen, Golf und Angeln, Kanu fahren und Windsurfen auf Bächen und Seen mit kristallklaren Wasser, Mountainbiken und Wandern zu Fuß oder zu Pferd.