Der Tiber

Der Tiber

Ripetta Hafen 1878 vor seines Zerstörung
Quelle:“romaleggendaria.it“

Man kann sich Rom ohne den Petersdom, das Kolosseum, den Engelsburg oder die Trevibrunnen nicht vorstellen, man kann aber sich Rom ohne den Tiber vorstellen!

Der Fluss auf dessen Ufern Rom gebaut wurde wird in der Tat oft und gerne von Touristen und Reiseveranstaltern vergessen, obwohl es handelt sich von den Fluss an dessen Ufern Rom seine Anfänge nahm: Ohne den Anwesenheit des Flusses hätten sehr wahrscheinlich die erste Siedler nicht beschlossen sich hier niederzulassen, hätte es Rom nicht gegeben!

Die Nähe ans Wasser war immer grundlegend für den Bau einer Siedlung, einer Stadt, wegen das Wasserversorgung und als sicheres Kommunikationsweg. ​

„Nicht ohne Grund die Götter und die Menschen haben diesen Ort ausgesucht um die Urbs zu gründen: Gesunde Hügeln, einen Fluss durch den man die Produkte aus dem Innenland bequem transportieren und gleichzeitig Lieferungen aus den Meer erhalten kann; einen Ort genug nah an das Meer um dessen Möglichkeiten auszunutzen, aber nicht den Gefahren der ausländischen Flotten ausgesetzt zu sein, wegen seine große Nähe an das Innenland. Ein sehr geeigneter Ort für das Wachstum der Stadt, dessen Größe dieses beweist!“ ​

So schrieb der römische Historiker Titus Livius und die Anwesenheit des Flusses war so wichtig für Rom, dass der Literat Servius, der zwischen den 4. und 5. Jh. n. Ch. lebte, zu der Annahme kam dass der archaische Name des Tiber „Rumon oder Rumen“ dessen Wurzeln aus „Ruo = Fließen“ stammt, seinen Name der Stadt gab, so dass der Name Rom „Stadt des Flusses“ bedeutet.

Die Siedlung wurde auf einen strategischen Ort gelegt, bei der letzte Furt des Flusses, nicht zu weit vom Meer und vor allem von den Salzbecken zu weit entfernt (damals war der Salz von äußerster Wichtigkeit für die Konservierung der Lebensmittel), so dass nach der Überquerung des Mittelmeers kleine und große Schiffe kletterten den Fluss aufwärts und kamen im Innenland, wo sie als erstes die Siedlung der Römer fanden, die bald das Monopol für den Salz nahmen!

Wir wissen wie es weiter ging…………!

So kam es dass die Römer immer eine innige Beziehung zu ihren Fluss hatten, zu dem sie praktisch, ihr Leben und ihres Dasein verdankten.

„In Rom gab es in ihre Glanzzeit nicht weniger als 8 Häfen: Sie begannen etwa unterhalb der Tiberinsel, mit dem Hafen von Ripa Grande und endeten bei Porta del Popolo, im Norden der Stadt, mit dem Holzhafen.

Den architektonisch schönsten und interessantesten war der Ripetta – Hafen, gegenüber den Justizpalast. Clemens XI hatte ihn bauen lassen aus den Steinen eines Kolosseums Bogen der im Erdbeben von 1703 unter gefallen war: Eine große Treppe führte zum Fluss hinunter, ein kleiner Leuchtturm leuchtete die Schiffe bei Nacht und Nebel, er leuchtete auch Goethe, wenn er abends die schöne Maddalena Riggi besuchte. Den spanischen Wein, den die beiden so gerne zusammen tranken, ließ signor Filippo Moeller – das Pseudonym den Künstler in Italien – von einem der Schiffe im Hafen holen.

Ein Jahrhundert noch nach Goethes römischem Aufenthalt hat der schöne Hafen existiert er mehr und mehr verlassen wurde. Als die große Tiberregulierung kam, verschwand er, wie das ganze reizvolle Bild der Tiberufer mit ihren Wiesen, Weingärten, Osterien, ihren bis dicht an den Fluss heranrückenden Häusern, Türmen und Palästen.

Nachdem der Tiber unter den letzten der 14 Brücke Roms geflossen ist, wälzt er sich noch für 40 km. in vielen Krümmungen durch die Campagna Romana; er fließt vorbei an die Reste von Ostia Antica, wo einmal das Meer begann; heute hat der Fluss sein flaches Delta um 3 km. nach Westen verlegt und seine Mündung ist kanalisiert.

Der Tiber ist aber ein kräftiger Fluss, dass zur Zeit der Herbsttragen und der Schneeschmelzen von 13 bis 14 Metern Wasserstand hat, und Rom wurde immer wieder von Überschwemmungen heimgesucht; der Historiker Livius erzählt uns dass ab 189 v. Ch. der Mars Feld (das heutige Zentrum von Rom) wohl 12 Male unter Wasser stand. Die älteste dokumentierte Überschwemmung der moderne Zeiten ist die von 1230, wo 7.000 Menschen ertranken; eine weitere kam 1277, dann 1465, wobei alle Gefangene im Gefängnis Tor di Nona ertranken; und 1495 eine weitere große Überschwemmung, die der Pons Palatinum (seitdem Ponte Rotto = Die kaputte Brücke) genannt, einstürzte. Noch eine weitere Überschwemmung im Jahr 1530, dann 1557 und dann die schlimmste von allen, am Heiligabend des Jahres 1598, mit 19,5 m. Wasserstand. Von Chronisten wissen wir dass die Balustrade der Pons Aelius ( Engelsbrücke) brach.

Weitere Überschwemmungen werden uns überliefert, vom Jahr 1702 und zuletzt, im vorige Jahrhundert zwischen 1900 und 1937.

Am 29 Dezember 1870 produzierte der Fluss eines seiner am meisten wütenden Überflutungen, wo am Piazza del Pantheon das Wasser die 4 Metern Tiefe erreichte.

Die piemontesische Regierung ( die nur ca. drei Monate zuvor Rom den neue gegründeten Königsreich Italien annektiert hatte) errichtete eine Kommission um dieses Problem zu beseitigen. Diese Leute meinten es bestimmt gut mit der Errichtung der Muraglione, aber, durch diese Baumaßnahme haben sie die Beziehung der Römern mit ihren Fluss abgeschnitten. Obwohl Projekte gab, wie das des Ingenieur Amadei, eine kreative und innovative Lösung, die bereits in anderen Städten angewandt worden war, wie zum Beispiel in Valencia, oder auch das Projekt der Ingenieure Possenti und Vescovali, welche 10 km. Verkürzung des Tiberflusses vorschlug und ferner die Einrichtungen von Flussböschungen, die auf eine Art und Weise eingebaut werden sollten so dass die Abfluss des Grundwassers frei laufen konnte, was statt dessen durch die Errichtung der Muraglioni nicht statt finden kann, da diese Wassermasse jetzt unter der Stadtboden eingekesselt ist und der Anstieg der Straßenebene verursacht unterirdische Überschwemmungen, trotz diesen sehr vernünftige Projekte, gab aber der Kommission den Auftrag den Ingenieur Canevari, welcher die Muraglioni errichtete.

Ich bin nicht die einzige dass der Ansicht ist der Savoiardische Regierung wollte mit diese Entscheidung die Piemontesisierung Roms erreichen, in dem sie eben die Beziehung der Römer zu ihren Fluß zerstören wollte. Seit mehr als zehn Jahren gibt es Organisationen und Vereine die sich das Aufwertung des Tiber verschrieben haben; Vieles gibt es noch zu tun, Vieles ist aber inzwischen erreicht worden.

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