Mittelalterliches Rom

mittelalterliches Rom

Tja, es gibt in der Tat auch ein mittelalterliches Rom!

Man glaubt das Rom der dunklen Jahrhunderte des Mittelalters sei verschwunden – oder es gab überhaupt nicht – aber das Mittelalter repräsentiert eine entscheidenden Periode für die Stadt, dass Spuren von großer Schönheit und von großem Interesse hinterlassen hat.

Versteckt hinter den Herrlichkeiten der antiken Ruinen, die Pracht der Renaissance-Paläste und barocken Kirchen, das mittelalterliche Rom zieht sich dem Blick des Betrachters, aber es gibt sie: 410 die Goten Alarichs nehmen die Stadt und plündern sie; es folgen die Hunnen von Etzel und die Vandalen von Genserich. Mi den Fall des Römisches Reichs entsteht ein politisches Vakuum welche von der Kirche ausgefüllt wird, dessen Aktion zweigleisig ist: Die Schaffung einer Wirtschafts und Versorgungsstruktur für die schwachen Schichten der Bevölkerung sowie zum Wohle der gesamten Bevölkerung im Fall der Notwendigkeit, und der Pilger; der zweite Gleis war die Pflege diplomatischer Beziehungen mit den oströmischen Kaiser und den verschiedene barbarischen Königsreichen.

Die römische adeligen Familien waren manche pro, manche gegen das Papsttum.

Im 12. Jh. die Entwicklung einer Bourgeoisie führte zu den Entstehung von Gemeinden in vielen Städte und so war es auch in Rom, nur dass hier kam es zu einer Auseinandersetzung mit dem Papst, wobei am Ende dieser als Herr Roms und der ganzen Kirchenstaats herausging und als solcher fing er an dem Spiel der Allianzen mit den verschiedenen ausländischen Fürsten teil zu nehmen, die aber natürlich an ihren eigenen Interessen dachten bis dass dieses Spiel 1527 mit dem Sacco von Rom durch die Truppen Kaiser Karls endete.

Von all das sind in Rom viele Zeugnisse geblieben!

Eine Route durch das mittelalterliches Rom könnte von der Tiberinsel anfangen. Hier befindet sich das „Torre Caetani – Der Turm der Caetani“ aus dem 10. Jahrhundert. Die Türme, gleichzeitig Wohnung und Festung der adeligen Familien Roms, in ständiger Kampf untereinander und mit dem Papst, sind ein Merkmal der Stadt in dieser Zeit und es gab in Rom und Umgebung mehr als 300 und sie sind das Symbol des mittelalterliches Rom. Heute bleiben nur 50 davon, aber immerhin eine beträchtliche Zahl!

Master Gregor, ein englischer Gelehrter des 12. Jh. schreibt:“Man muss mit außergewöhnlichen Begeisterung das Panorama der Stadt bewundern, wo die Türme so zahlreich sind, wie Ähren in einen Kornfeld“.

Einen anderen mittelalterlichen Führer schreibt über Rom als „Eine Stadt aus Eisen und Türme“.