Piemont

In nur ungefähr 10 Stunden Autofahrt erreicht man von Köln aus das Piemont. Das Piemont ist eine Region im äußersten Nordwesten Italiens, die meisten Italienbesuchern aber kaum als touristisches Ziel  bekannt: Sie durchqueren sie nur auf ihren Weg nach Rom oder die Toskana, aber widmen sie eigentlich keinen besonderen Interesse.   Wie der Name schon sagt, befindet sich das Piemont ai piedi (am Fuße) dei monti (der Berge), in der Tat, die Alpen stellen einen Kreis von 550 Km Durchmesser um sie herum, und hier befinden sich die höchste Gipfeln und die größten Gletscher Italiens: Der Monviso, die italienische Seite des Monte Rosa und die anderen Berge, die Spektakel von einzigartiger Schönheit bieten; vor die Kulisse der Alpen öffnen sich weiten und malerische Täler; keine Seen und Reisfeldern, lange Reihen von Pappeln und alte Bauernhäuser sind stattdessen die typische Landschaft der Ebene die sich am Fuße der Alpen erstreckt; während sich, in der Zone der Langhe und des Monferrato folgen Hügel von Weinbergen bepflanzt (von hier kommt der Barolo „der König der rote Weine), Dörfer und Burgen.

Im Piemont liegt der Lago Maggiore, wo die duetuschen Touristen so gerne hinfahren, mit den Borromeischen Inseln mit ihren bezaubernde Landschaften die alte Villen umgeben von englischen Parks beherbergen.                                                                                                             Il Die Naturschutzgebiet des Parco des Gran Paradiso ist das älteste Naturschutzgebiet Italiens, da es 1922 gegründet wurde: Dank die hervorragende Integration von Landwirtschaft und Tourismus und seiner Rolle als grenzüberschreitendem geschütztem Alpenraum 2007 erhielt den Park das Europäische Diplom für Geschützte Gebiete, eine angesehene Anerkennung des Europarats und 2014 wurde er, als einziger italienischer Park in die Green List IUCN aufgenommen, die grüne Liste der 23 Parks auf der ganzen Welt, die von der Internationalen Union zur Bewahrung der Natur für ihre Rolle bei der Erhaltung und dem Management der Schutzgebiete gewählt wurde. Der Nationalpark der Gran Paradiso erstreckt sich über 70.000 Hektar, um den einzigen völlig in Italien liegenden Viertausenden, den Gran Paradiso,  umfasst der Park fünf konzentrische Täler mit typischem alpinem Charakter, mit Gletschern, Felsen, Lerchen – und Tannenwäldern. Die Schaffung dieses Schutzgebietes ist eng mit der Erhaltung des Alpinen Steinbocks zusammengebunden, die nach dem Zweiten Weltkrieg auf nur 416 Exemplare zusammengeschrumpft war, heute sind sie 2.563. Il Parco Naturale delle Alpi Marittime = Das Naturschutzgebiet der Seealpen estreckt sich über die alte Jagdgründe der Savoyen Herren. Die Seealpen sind strenge Berge, deren Felsmauern mit großen Höhenunterschieden abfallen: weniger als 50 Kilometern von der Cote d       d ´Azur entfernt, gibt 24 Gipfel mit einer Höhe von über 3.000 Metern, ihre Hänge verbergen spektakuläre Gletscher und über 80 Seen von einem unwirklichen Blau! Neben einer außergewöhnlichen Flora Artenvielfalt leben im Park Steinböcke, Gemsen, Murmeltiere und auch Wölfe.

Die Natur ist aber nur einer der vielen Attraktionen des Piemonts: Die Region ist reich an mittelalterlichen Burgen und bezaubernden königliche Residenzen aus der Barockzeit.

In Turin, die Hauptstadt der Region, befindet sich das Ägyptische Museum, daß nach dem von Cairo, als das wichtigste der Welt gilt, in dem sich unter anderem befinden: Das intakte Grab von Kha, Chefarchitekten von Amenophis III und seiner Frau Merit; Der Felsentempel von Ellesia, den das Turiner Museum 1965 rettete, da er von den Gewässer des Nassersees unter zu gehen drohte, und der im folgenden Jahr großzügig von Ägypten an Italien gespendet wurde; der Papyrus der Goldminen, datiert zwischen 1290 und 1147 v. Chr. , die eine Strasse darstellt, die von zahlreichen Goldminen durchquert wird und als die bis heute bekannten älteste Straßenkarte gilt; Sarkophag und Bestattungsgeräte der Königin Nefertari, Ehefrau von Ramses II.                                                          Turin beherbergt auch das Heilige Grabtuch, eine der wichtigsten Reliquien für die Katholiken: Ein Leinentuch auf dem den Leib Christi nach der Kreuzabnahme geprägt geblieben sein sollte. Das ist aber eine sehr widersprüchliche Frage: Nach neusten Analysen an der Uni Liverpool, „Sind ein Teil der Blutflecken unecht“, während nach jüngsten Forschungen eines medizinischen Teams der American Academy of Forensic Sciences, ist das Tuch echt. Auf jeden Fall, es ist in der Kapelle des Heiligen Grabtuchs aufbewahrt, die vom Königspalast aus zugänglich ist, dem alten Sitz der Savoyen Dynastie, die 1861 zum Königshaus des neugegründeten Königsreich Italien wurde, und dann erreicht man diese kleine aber schöne Kapelle, ein wahrer Meisterwerk des Barock, von Guarino Guarini, Priester und Architekten, der es ganz aus schwarzem und dunkelgrauem Marmor anfertigte.